Erhöhen Alkohol und Übergewicht das Brustkrebsrisiko?

Erhöhen Alkohol und Übergewicht das Brustkrebsrisiko?

Über den Zusammenhang von übermäßigem Alkoholkonsum und Übergewicht mit negativem Effekt auf die Gesundheit hört und liest man immer wieder. Doch inwiefern dies auf bereits erkrankte Personen zutrifft, ist weniger bekannt.

Laut einem Bericht vom Brustkrebssymposium in San Antonio kann eine bestimmte Menge an Alkohol pro Tag bzw. pro Woche bei erhöhtem Body Mass Index (BMI) die Erfolgsaussichten einer Behandlung deutlich schmälern. Dies beruft sich auf die Kohorten Studie LACE (Life After Cancer Epidemiology), welche ergab dass es ab einer Menge von 6g Alkohol am Tag kritisch werde.

An der Studien nahmen rund 1900 Patientinnen teil welche zuvor an Brustkrebs erkrankt waren und (nach erfolgreicher Behandlung), nach ihrem Alkoholkonsum befragt wurden. Zusätzlich zu den jährlichen Fragebögen, erfolgte auch ein monatlicher medizinischer Check. Ergebnisse stimmen dabei mit bereits existierenden Daten zum Einfluss von erhöhtem Alkoholkonsum überein und raten speziell postmenopausalen bzw. übergewichtigen Frauen zur Vorsicht.

Eine Untersuchung der Danish Breast Cancer Cooperative Group (DBCG) mit knapp 19.000 Probandinnen, bestätigte Übergewicht als ungünstigen prognostischen Faktor bei Patientinnen mit frühem Mammakarzinom. Ein hoher BMI sei ein Alarmzeichen für Fernmetastasen. Patientinnen mit einem BMI von 30, haben schlechter auf die adjuvante Chemotherapie bzw. endokrine Behandlung angesprochen als Patientinnnen mit einem geringeren BMI.

Da die beiden oben genannten Studien bereits weiter zurück in der Vergangenheit liegen, haben wir uns auch mit einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2015 auseinandergesetzt die zu einem ähnlichen Ergebnis bezüglich Alkohol kam. Im Gegensatz zu Frauen, die auf Alkohol verzichteten, war das Brustkrebsrisiko bei einem Konsum von  fünf bis 15 Gramm Alkohol deutlich erhöht. Die komplette Studie gibt es hier.

Da es sich hierbei um einen komplexen Sachverhalt handelt, bitten wir euch die medizinischen Details zu den ersten beiden Studien hier nachzulesen. Uns ist es vor allem ein Anliegen auf existierende Studien hinzuweisen und damit die Kommunikation zur Vorsorge anzuregen.

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